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Wie wichtig ist eigentlich die Mundgesundheit?

Foto von Shiny Diamond von Pexels

Fälschlicherweise sehen viele Patienten den Zahnarztbesuch erst dann als notwendig an, wenn Mundgesundheitsprobleme wie Zahnschmerzen, Karies oder Entzündungen am Zahnfleisch auftreten. Doch langsam findet in Deutschland hinsichtlich der Mundgesundheit ein Umdenken statt. Doch warum ist Prävention so wichtig? Weil sie Zähne, Zahnfleisch und Zahnbett rechtzeitig vor Karies, Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis (Zahnbettentzündung) schützt und gleichzeitig die Gesundheit und natürliche Schönheit der Zähne bis ins hohe Alter bewahrt. Denn werden Munderkrankungen nicht früh genug erkannt, kann dies zu frühzeitigem Zahnverlust führen und sogar die Entstehung von Allgemeinerkrankungen begünstigen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen ein paar Zusammenhänge auf, die Sie vielleicht nicht direkt mit dem Thema in Verbindung gebracht hätten:


Mundgesundheit und Diabetes

Beinahe jeder zehnte Deutsche leidet an Diabetes mellitus, der sogenannten Zuckerkrankheit. Im Gegensatz zu dem angeborenen Typ-I-Diabetes, hat der erworbene Typ-II-Diabetes mehrere Ursachen. Neben Stress, Rauchen und Bewegungsmangel ist vor allem die ungesunde Ernährung eine Hauptursache. Durch eine fettreiche Ernährung kommt es zu Ablagerungen in großen Gefäßen, die zu Minderversorgungen oder gar Verschlüssen führen, die im schlimmsten Fall einen Schlaganfall oder Herzinfarkt begünstigen. Aber auch kleine Gefäße, die zum Beispiel den Zahnhalteapparat ernähren, werden dadurch weniger versorgt. Dies kann zu einer Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) führen oder diese verstärken. Bei schweren Parodontitiden kann es zu Zahnlockerungen und zum Verlust von Zähnen führen. Diabetiker leiden häufiger an Mundtrockenheit, da die Bildung des Speichels beeinträchtigt wird und so die natürliche Schutzfunktion des Speichels nicht mehr ausreichend sein kann. Damit steigt das Kariesrisiko der Zähne deutlich an. Des Weiteren ist die Wundheilung bei Diabetikern gestört und die Regeneration des Gewebes verzögert. Um Diabetes und damit oftmals einhergehend Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, hilft eine ausgewogene und vielseitige Ernährung. Diese sollte reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen sowie ausreichend Obst und Gemüse als wichtigen Nahrungsbestandteilen sein.


Parodontitis und Übergewicht

Chronische Entzündungen spielen bekannterweise auch in der Mundhöhle eine Rolle. Bei der Parodontitis handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates. So liegt bei dieser Erkrankung ein erhöhter Wert an Entzündungsfaktoren vor, die zu einer nicht umkehrbaren Gewebezerstörung führen können. Das klinische Erscheinungsbild zeigt sich in Zahnfleischbluten, Knochenabbau und Zahnfleischschwund bis hin zu Zahnverlust. Die Krankheit entsteht, wenn die natürliche Mundflora aus dem Gleichgewicht gerät und pathogene, also schädliche Keime die Oberflächen der Zahnwurzeln besiedeln. Die Ursachen sind vielschichtig, zum Teil ist das Erkrankungsrisiko von erblichen Faktoren abhängig, aber auch unsere Verhaltensweisen und Gewohnheiten haben großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Neben dem Rauchen als größtem Risiko zählt hierzu auch eine möglicherweise falsche Ernährung, mit daraus folgendem Nährstoffmangel und Übergewicht. So zeigt sich, dass fast jeder Dritte übergewichtige Mensch an einer Parodontitis leidet, da die vergrößerten Fettzellen größere Mengen an Entzündungsfaktoren produzieren und in die Blutbahn abgeben. Da ebenfalls bekannt ist, dass Übergewicht Erkrankungen beispielsweise am Herzen verstärken kann, aber auch eine Parodontitis Erkrankungen wie Diabetes und Rheuma fördern kann, sollte stets eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Neben viel Bewegung steht dabei eine richtige Ernährung an vorderster Stelle. Dazu zählt vor allem die Verringerung des Alkohol- und Fleischkonsums und stattdessen die Zufuhr von vielen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen, grünem Blattgemüse und fettreichen Fischen wie Wildlachs und Thunfisch. In Kombination mit vielen Ballaststoffen, Vitaminen und einer ausreichenden täglichen Wasseraufnahme werden die Entzündungswerte im Blut gesenkt und wirken einer Parodontitis entgegen.

Sind Früchte und Fruchtsäfte gut?

Obst sollte jeder Mensch regelmäßig essen. Denn dieses enthält zahlreiche Vitamine und stärkt somit das Immunsystem. Damit die enthaltenen Säuren jedoch nicht den Zahnschmelz, die äußere Schicht des Zahnes, angreifen und dieser anfälliger gegenüber Karies wird, sollten aus zahnmedizinischer Sicht einige Punkte beachtet werden. Generell ist bekannt, dass der Speichel in der Mundhöhle dafür sorgt, dass die Zähne stets umspült und die Säuren auf natürliche Weise teilweise entfernt werden. Der Speichel sorgt auch dafür, dass die Zähne wieder mit Mineralien versorgt und gestärkt werden. Um den Speichelfluss nach zucker- und säurehaltigen Mahlzeiten anzuregen, eignen sich zahnfreundliche Kaugummis, die für 20 Minuten gekaut werden sollten.
Sofortiges Zähneputzen ist nach einem Fruchtsaft jedoch nicht sinnvoll, da die Zähne unmittelbar nach dem Verzehr durch den „Säureangriff“ auf den Schmelz anfälliger für mechanische Reize sind. Aus diesem Grund hilft es, direkt nach dem Verzehr einige Schlucke Wasser zu trinken und die Zähne nach ca. 30 Minuten zu putzen. Zahnschäden, die durch Säuren entstanden sind, werden Erosionen genannt und sind irreversibel, das heißt verloren gegangener Zahnschmelz kann nicht wieder gebildet werden.
Wenn eine ausgewogene Ernährung mit einer angemessenen Zufuhr an Obst erfolgt, sind Erosionen kaum zu erwarten.

Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie uns gerne jederzeit ansprechen!

 

Ihr CurvaDent-Team