Zahnverfärbungen beim Kind

Die meisten Zahnverfärbungen treten bei den bleibenden Zähnen auf. Vereinzelt gibt es auch Zahnverfärbungen an den Milchzähnen.

Man unterscheidet bei kindlichen Zahnverfärbungen zwei Gruppen, die intrinsischen und die extrinsischen Verfärbungen.

Intrinsische oder auch interne Verfärbungen lassen sich nicht durch mechanische Reinigung entfernen. Sie können auch an nicht durchgebrochenen (präeruptiv) Zähnen entstehen.

Zu den intrinsischen präeruptiven Verfärbungen zählt die Dentalfluorose. Die Verfärbung zeichnet sich durch eine weiß opake bis gelb-braune Farbe aus und entsteht durch eine übermäßige Zufuhr von Fluorid (mehr als 0,05mg pro Kilogramm Körpergewicht). Es kommt zu einer Mindermineralisation des Zahnschmelzes schon bei nicht vollständig durchgebrochenen Zähnen. Man erkennt sie durch kalkweiße Schmelzflecken („mottling“) oder größere Schmelzdefekte („pittling“). Daher sollte man darauf achten, Kindern nicht zu viel Fluorid zu geben. Kinder nehmen genug Fluorid über Trinkwasser, Mineralwasser, fluoridiertes Speisesalz sowie über die herkömmliche handelsübliche Kinderzahnpasta auf. Fluoridtabletten sind nicht zusätzlich nötig. Therapiert werden kann eine Fluorose bei kleineren Defekten mittels Kunststofffüllungen oder Politur. Größere Defekte benötigen langfristig bleibende Kronenaufbauten und können im Milchgebiss mit Stahlkronen versorgt werden.

Eine weitere interne Verfärbung kann durch bestimmte Antibiotika entstehen, wie Tetrazyklin. Es entstehen gelb- braune bis gräuliche Verfärbungen, oftmals streifenförmig, bei Kindern unter dem 8. Lebensjahr.

Schmelz- oder Dentinbildungsfehler können auch zu Verfärbungen der Zähne führen.

Nachdem die Zähne durchgebrochen sind, können Verfärbungen durch Traumata am Zahn entstehen.

Extrinsische Zahnverfärbungen binden an bereits vorhandene Hartsubstanzanlagerungen wie Plaque oder Zahnstein an und sind mittels professioneller Zahnreinigung und Polierpasten entfernbar.

Dazu zählen Verfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein, bestimmte Beeren, Curry und Tabak.

Das Phänomen des „black stain“ fällt auch unter die Kategorie extrinsischer Verfärbungen und kann auch bei Milchzähnen auftreten. Es handelt sich um ungefährliche schwarze, stark anhaftende Beläge, die ihren Verlauf girlandenförmig entlang des Zahnfleischsaums haben. Als Ursache wird eine Kombination aus Bakterien mit Schwefelverbindungen und eisenhaltigen Speichelbestandteilen gesehen. Der Verlauf der Erkrankung ist mit der Pubertät rückläufig und kann ganz verschwinden. Therapiert werden kann „black stain“ mittels regelmäßiger Politur durch den Zahnarzt. Die Verfärbungen können erneut nach 1-2 Monaten auftreten.

Falls Sie Fragen hierzu haben, dann sprechen Sie uns einfach bei Ihrem nächsten Besuch an.

Ihr Praxisteam Curvadent